Paris,


Google Glass – Non, merci!

Google Glass kann in Frankreich einpacken, denn hier trifft der Trend auf wenig Verständnis. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wie ungern die Franzosen bereit sind Anglizismen in ihre Sprache aufzunehmen, ist unlängst bekannt. Da ist es keine sonderlich große Überraschung, dass nun auch der Begriff Google Glass seine ganz eigene französische Note bekommt.

Romantisch ist anders. Google Glass Screenshot | Foto: Google

Trübe Aussichten. Google Glass Screenshot | Foto: Google

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Stockholm,


Privacy in Schweden – wie funktioniert das? Eine kurze Analyse

Privatssphäre, Spionage und persönliche Daten – diese Worte lösen zurzeit bei den meisten Deutschen eine Mischung aus Verzweiflung, Frust, Hilflosigkeit und Unverständnis aus. Nach den neuesten Enthüllungen im NSA-Skandal und dem Überraschungsbesuch Ströbeles in Russland, wird zurzeit kontrovers über eine mögliche Befragung Edward Snowdens diskutiert. Dieses heiße Thema erhitzt im kalten Schweden jedoch zur Stunde niemanden. Denn hier herrscht radikale Transparenz und Offenheit im Umgang mit Daten. Und genau deshalb habe ich mich hier in Stockholm gefragt: Wie gehen die Menschen in Schweden mit Privacy um? Wie werden persönliche Daten und der Umgang mit ihnen hier gehandhabt? In diesem Video analysiere ich diese Fragen und versuche Antworten zu geben. Was ist eure Meinung zu dem Thema? Ich freue mich sehr über Anregungen, Kritik, Fragen und Reaktionen.

Manchester,


Die Jagd nach dem gläsernen Menschen im Netz: Was lassen wir mit unseren Daten geschehen?

In dem folgenden Text werde Ich mich in den Themenbereich Privacy eintauchen. Ich werde versuchen den Begriff „Vorratsdatenspeicherung“ zu verdeutlichen und auf die Frage „Was lassen wir mit unseren Daten geschehen?“ eine Antwort zu geben.

DBT_intro

Quelle: http://www.dubistterrorist.de/

Vorratsdatenspeicherung bezeichnet die Verpflichtung der Anbieter von Telekommunikationsdiensten zur Registrierung von elektronischen Kommunikationsvorgängen, ohne dass ein Anfangsverdacht oder eine konkrete Gefahr besteht (Speicherung bestimmter Daten auf Vorrat). Zum Zweck der Verhütung und Verfolgung von schweren Straftaten sollten Telekommunikationsanbieter und Internetprovider verpflichtet sein, die Verkehrsdaten der Telekommunikation „auf Vorrat“ zu speichern. (more…)

Paris,


C’est quoi « vie privée » ?

Das Internet ist weit, vernetzt und nicht besonders sicher für den Umgang mit privaten Daten. So fremd das für einige meiner französischen Kommilitonen bis vor Kurzem noch gewesen sein mag, ist es doch nun eine ganz aktuelle Frage des Gewissens. Denn durch die erst kürzlich aufgekommene Debatte um die seitens der CNIL (Commission nationale de l’informatique et des libertés) eingeleiteten Sanktionen gegen den Weltkonzern Google und den öffentlichen Gesprächen um den Umgang mit den Daten seiner Nutzer, trifft man im Web zunehmend auf französische Artikel zur Problematik des Datenschutzes.

CNIL Bild 2

Das trübt ein wenig die müden Facebook-Augen einiger Franzosen, die spätestens jetzt mit der Frage konfrontiert werden, wie sicher ihre Daten im Web tatsächlich sind?

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Buenos Aires,


Privacy in Argentinien?! Wer, wie, was?

Offener Umgang mit der Personalausweisnummer, offene Facebookprofile und wer ist eigentlich Edward Snowden? In Argentinien ist Privacy keine große Sache…

"Beantrage nur mit Personalausweisnummer deine Carrefour-Karte an unserem Stand."

“Beantrage nur mit Personalausweisnummer deine Carrefour-Karte an unserem Stand.”

Eines der ersten Dinge, die man tun sollte, wenn man argentinischen Boden betritt, ist die Personalausweisnummer (DNI) bzw. Reisepassnummer auswendig lernen.
Es ist zumindest eine große Erleichterung, nicht jedes Mal ewig nach seinen Papieren zu suchen. Denn die DNI-Nummer (Documento Nacional de Identidad) funktioniert hier im Alltag als herkömmlicher Identitätsnachweis bzw. Registrierungsnummer.

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Porto,


Im Bett mit Google und Co.

Der NSA-Skandal um Edward Snowden hat uns bewusst gemacht, wie sehr wir im Alltag überwacht werden. In Deutschland entfaltete sich daraufhin eine Debatte, die zwischen Hysterie und Gleichgültigkeit oszillierte. Doch wie sehen andere Länder die Totalüberwachung? In Portugal zeigt sich ein ambivalentes Verhältnis zur Privatsphäre.

NSA Überwachung

Intensität der Überwachung durch die NSA – von grün (leicht) bis rot (stark). Portugal ist grün, Deutschland als einziges Land in Europa orange.

„Zur Kenntnis genommen – und abgehakt“. So beschreibt mein Mitbewohner die Debatte zum NSA-Skandal in Portugal. Eine Woche lang hätte das Land über die Enthüllungen von Edward Snowden diskutiert, dann sei das Thema wieder in Vergessenheit geraten. Einerseits verständlich – die Portugiesen haben noch immer mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu kämpfen; der eigene Arbeitsplatz erscheint kurzfristig wichtiger als das Abschöpfen von Metadaten durch den US-Geheimdienst NSA oder das britische Pendant GCHQ.

Andererseits auch überraschend – die Portugiesen haben ansonsten ein relativ intimes Verhältnis zur Privatsphäre. Zumindest ist das mein Eindruck nach zwei Monaten in diesem Land. Treffen mit Freunden finden grundsätzlich in Bars oder Cafés statt; gemütliches Trinken zu Hause – Fehlanzeige! In die eigene Wohnung lassen die Portugiesen kaum jemanden; Google, Facebook und WhatsApp aber haben sie im Bett. Auf Nachfrage äußern zwar fast alle Bedenken wegen der Überwachung; groß genug, um sich nach Alternativen umzusehen, sind diese jedoch nicht. Und die ältere Generation kann die Aufregung gleich gar nicht verstehen. #Neuland lässt grüßen! (more…)



Schweden verbannt Google aus dem öffentlichen Sektor

In meinem Video habe ich euch von der Offenheit und Transparenz der Schwed_innen untereinander berichtet.Der hierzulande lockere Umgang mit in Deutschland tabuisierten Themen, aber auch das fehlende Bewusstsein der Schwed_innen für hinterlassene Fingerabdrücke beim allgegenwärtigen Einsatz der Kreditkarte verschaffen den Eindruck, dass Privacy in Schweden einen viel geringeren Maßstab hat als in Deutschland.

Google und Privacy: eine Beziehung, die nie stattgefunden hat

Google und Privacy: eine Beziehung, die nie stattgefunden hat

So locker wird in Schweden allerdings nicht in allen Bereichen mit privaten Daten umgegangen. Das skandinavische Land hat dem amerikanischen Internet-Riesen und seiner Datensammlerei einen Riegel vorgeschoben: Seit Juni 2013 dürfen im öffentlichen Sektor Google Apps wie der Kalender, Google Documents, Google Mail und der Cloudservice nicht mehr genutzt werden. Grund: Google und seine Richtlinien können mit den schwedischen Datenschutzrichtlinien nicht mithalten. Gegner_innen von Google werden sich nun bestätigt fühlen.

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Reykjavik,


„The internet hates me“ // Was passiert wenn ich virtuell ausgezogen werde?

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Aktivismus im Internet ist gefragt. Was passiert aber wenn der Aktivismus an einer falschen Stelle aktiviert wird? Das digitale Zeitalter verschlingt unsere Daten. Je schneller, je mehr, je detailgetreuer desto mehr Ansehen erlangen wir. Doch ist dies immer der beste Weg?

Im folgenden Absatz werden die Gedanken zweier Personen, die sich am selben Ort aufhalten, erläutert.


“The internet hates me”

Person 1:
C.D. Hermelin ist mein Name und ich bin 26 Jahre alt und lebe in Brooklyn. Autor ist mein Beruf und ich geselle mich mit meiner Schreibmaschine in den Central Park (New York) um für die Besucher Geschichten zu schreiben. Einen Preis habe ich für die Geschichten nicht festgesetzt und es ist den Besuchern selbst überlassen wie viel Ihnen meine Geschichten wert sind. Es ist für mich eine spannende Arbeit um mich kreativ auszutoben und dabei anderen Menschen noch einen Teil davon abzugeben.

screenshot_d.c.hermelin_1Das liebevolle Endprodukt: Ein Papierstück mit einer schönen, alten Schreibmaschinenschrift auf dem sie eine Geschichte lesen die in meinen Kopf entstanden ist.

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