Paris,


Augen auf, jetzt gibt’s STRASS!

Wie blind ich war. Es waren ein paar lehrreiche Wochen, in denen ich mich in die Materie der Debatte um Prostitution eingelesen habe. Und hierbei spielten weder die polemische Schrift Alice Schwarzers noch allein das Manifeste des 343 salauds die entscheidende Rolle. In den letzten Tagen habe ich mich umgehört und versucht, ein Bild von dem zu zeichnen, was in den Medien hier in Frankreich über die Spanne von zwei Jahren zu einer Hetzjagd gegen Prostitution geworden ist. Besonders interessant war dabei die Einsicht in die französische und feministisch positionierte Sexarbeitsgewerkschaft STRASS (Syndicat du Travail Sexuel).

Lila Prost.

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Berlin,


Der neue Marketing-Trend: Männer in Frauenposen

Immer wieder finden sich im Netz Listicles, wo Fotos gezeigt werden, die Männer und Frauen beim Tausch ihrer „Geschlechterrollen“ gezeigt werden. Vor ein paar Jahren begann es mit den Men-Ups, in denen Männer die Posen von Pin-Up-Frauen einnahmen.

menups_flickrDanach kam die Arbeit der kanadischen Fotografin Hana Pesut, die mit ihrem Projekt „Switcheroo“ Paare erst in ihrer „normalen“ Kleidung ablichtete, und dann die Kleidungsstücke vertauschte.

switcheroo_screenshotDen Abschluss machte jetzt die Firma MotoCorsa, die Ducati-Motorräder verkaufte und mit ihrem Projekt „Manigale“ Männer auf Motorrädern ablichtete.

manigalescreenshot

Während man bei den ersten beiden Projekten immer noch sagen könnte, die Darstellung von Frauen in Zeitschriften oder die seltsamen Kategorien von Mode zu thematisieren, so ist der Motorrad-Katalog wohl ein reines Marketing-Instrument, oder?

Die Reaktion, die ich am meisten im Netz beobachte, ist dann meistens: „Ach, da sieht man mal wieder, Männer taugen nicht als sexy Models, Frauen können das besser.“ Ist so eine Reaktion erwünscht?