Valencia,
Trendblogger seit 2012. Der Anfang: In ein Land ziehen, in dem man niemanden kennt, in dem man sich nicht auskennt und dessen Sprache man nur bedingt gut spricht ist eine blöde Idee? Möglicherweise. Habe ich es trotzdem gemacht? Auf jeden Fall! Im Januar 2013 ließ ich mich von Valencia verzaubern und ging mit besonders offenen Augen und Ohren durch die Straßen, um eine ganz besondere Kultur zu erleben und gelegentlich auch auf die eine oder andere Außergewöhnlichkeit zu stoßen. Ob ich dabei nur auf siestaliebende Spanier oder bahnbrechende Erneuerungen traff, habe ich dann für die Trendbloggern niedergeschrieben. Und so begann das alles. Update 01/2014: ... und so schnell ist man dann auch wieder zurück in der Heimat - det dufte Berlin - und siehe da, berichtenswerte "Trends" gibt es überall.


Fernsehen „A la Carta“ – Was darf es denn heute sein?

Mein erster Tag in Valencia: Fremdes Land, fremde Sprach, fremde Leute … alles ist neu, unbekannt und damit auch irgendwie komplizierter als zu Hause, aber mit einem kenne ich mich aus – dem Fernseher. Das Programm ist schnell überschaut, da es wenig Abwechslung zum deutschen Fernsehen bietet.

Auch in Spanien gibt es die typischen Telenovelas (nur sehr viel temperamentvoller), die Quotenfänger-Sitcom und Frauen werden eindringlich davon überzeugt, dass ihr alter Kleidungsstil Rotze ist und sie doch viel besser aussehen würden, wenn sie künstliche Nägel, Haare und Brüste hätten oder zumindest ihre Jeans mit einem Kostüm tauschen („Cambia de Look“ übers. „Tausche deinen Look“). Das spanische emotionalere Äquivalent von „Rach“ dem Restauranttester haut auch hier auf den Putz, um Restaurantbesitzern zu zeigen, wie schlecht sie wirtschaften.

Quelle: http://www.rtve.es/television/cuentame/fotos/

Quelle: http://www.rtve.es/television/cuentame/fotos/

Emotionale Sendungen wie Cuéntame (übers. „Erzähl mir, wie es passiert ist“), eine Serie, die sich an den amerikanischen Sendungen der Reihe „Wunderbare Jahre“ orientiert, wollen die ganze Familie unterhalten. Talksendungen nahe am Menschen („Hay una cosa que te quiero dicer“ frei übers. Es gibt eine Sache, die ich dir sagen möchte) und Quiz- sowie Castingsendungen mit Entscheidung durch Abstimmung versuchen ebenfalls in Spanien, das Publikum in die Sendegestaltung aktiv einzubinden und den Anschein von Mitbestimmung aufrecht zu erhalten. Inwiefern das ein Publikum mitreißt, wissen wir von deutschen Vertretern wie „Deutschland sucht den Superstar“, „Wer wird Millionär“ etc. Das sogenannte Bildungsfernsehen wartet mit 24-Stunden-Nachrichtensendern auf und kritische Ansätze findet man in Sendungen wie „Salvador“ oder „El Intermedia“, die irgendwie an Formate von Harald Schmidt erinnern und durch sehr kurze Einblendungen von Twittertexten versuchen, ein Level an Crossmedialität zu erreichen.

Auch wenn ich mögliche Innovationen nicht ausschließen möchte – die Hoffnung stirbt zuletzt – ist es zweifelhaft, dass inhaltlich in naher Zukunft bahnbrechende Erneuerungen vorzufinden sind.
Im Programm sind also wenige Unterschiede und keine Innovationen erkennbar. Zerstreuung, Unterhaltung und Information ist jedoch gegeben – und was soll oder kann man vom Fernsehen noch erwarten? Ist es wirklich ein Manko, wenn sich ein Medium auf diese drei Säulen stützt?

Eine oft erwähnte Erwartung ist das Einbinden des Internets. Gegenstimmen dazu lauten, dass das Fernsehen ins Internet gehören kann, aber das Internet nichts im Fernsehen zu suchen hat (siehe hierfür auch Kommentar von nk unter dem Artikel „Wer suchet, der findet nichts – Fernsehinnovation in Frankreich und Deutschland). Der Primärauftrag des Fernsehens wird in diesem Fall eher auf der Unterhaltungs- und weniger auf der Informationsebene gesehen und z. B. mit Rücksicht auf älteres Publikum darauf verwiesen, dass nicht jeder Zuschauer Sendungen mit Internetkontent wünschenswert finden.

Der gerechtfertigte Wunsch nach Fortschritt ist jedoch ebenfalls verbreitet und auch wenn es inhaltlich im Programm zu keinen bahnbrechenden Erneuerungen kommt, wird zumindest auf dem Gebiet der Technik nach Möglichkeiten gesucht, das Fernseherlebnis unterhaltend und informativ, aber ebenso interaktiv und erlebnisreich zu gestalten. Nachdem nun jedes Handy in ein kleines Entertainmentcenter verwandelt werden kann, wird es höchste Zeit, dass auch das Fernsehen „smart“ wird.

Quelle: http://www.elmundo.es/promociones/orbytinternettv/home.html

Quelle: http://www.elmundo.es/promociones/orbytinternettv/home.html

Nach Informationen der spanischen Botschaft ist in 99,7 % der spanischen Haushalten ein Fernseher zu finden und im Durchschnitt wird täglich mindestens drei Stunden ferngeschaut. Ob diese Zahl nun für die Qualität des Programms steht oder eher ein Zeichen dafür ist, dass Fernsehen einfach konsumiert wird, bleibt dahingestellt. Wenn zumindest im Programm das Rad nicht neu erfunden wird, eröffnen sich im Bereich des Konsums neue Möglichkeiten. 2011 war es erstmals möglich, einen „intelligenten“ Fernseher zu kaufen. Doch was passiert mit Geräten, die früher hergestellt wurden? Diese können nun mit einer Art Set-Top-Box ebenfalls in einen „Smart TV“ verwandeln werden.

Ein Anbieter dieser Geräte ist Orbyt Internet TV – ein Zusammenschluss der zweitgrößten Tageszeitung Spaniens „El Mundo“ und der Plattform „Orbyt“. Vielleicht ist alleine schon die Zusammenarbeit von Print und Internet für TV ein fortschrittlicher Gedanke. Mit „Orbyt Internet TV“ wird die Möglichkeit geboten, den Fernseher zu einem Allroundgerät zu machen. Obwohl Orbyt Internet TV in Spanien nicht der einzige Anbieter ist, soll er an dieser Stelle als Beispiel dienen. Der Service, der dem Zuschauer geboten wird, umfasst neben dem normalen Fernsehprogram und zubuchbaren Ergänzungssendern die Möglichkeit, frei im Internet zu navigieren, Applikationen ähnlich wie im Handy zu nutzen, im Videoclub aus verschiedenen Onlinevideotheken Filme zu leihen und stets sofort über aktuelle Nachrichten, Wetterberichte, Verkehrsinfos etc. informiert zu werden. Die Ergänzung durch „Sozial TV“ ermöglicht Freunde zu kontaktieren, z. B. über bekannte Socialmediaplattformen wie Twitter, Facebook, Google+ etc., aber ebenfalls Empfehlungen, Analysen und Ratings einzusehen. Zudem enthält es eine Kommentarfunktion und ermöglicht eine Interaktion am Fernsehempfänger durch Chats sowie Audio- und Videokonferenzen direkt am Bildschirm. Eine weitere Innovation ist jedoch, dass es möglich ist, Spiele, ähnlich wie mit der Wii, per Fernbedienung zu spielen und durch „Television al la Carta“ kann jeder Fernsehliebhaber seine Wunschsendung aufzeichnen und zu einem beliebigen Zeitpunkt abspielen. Mit „Smart TV“ werden alle technischen Entertainmentwünsche in einem Gerät vereint. Wenn man nun also selbst entscheiden kann, wie man sich wann bespaßen lassen und wann man sich dem Fernsehgenuss hingeben möchte, wird vielleicht auch bald die eine oder andere innovative Sendung entdeckt, die sich einfach nur auf einem falschen Sendeplatz versteckt. Vielleicht wird auf diese Weise eine individuelle Fernsehnutzung möglich, die Unterhaltung und Information nach eigenen Vorlieben vereint. Bis sich „smart“ jedoch durchsetzt muss sich der Zuschauer mit den Quotenlieblingen des Retortenfernsehens abfinden und kann einer Innovation des Programms nur entgegenzappen.

Orbyt Internet TV Demo

 

97 KOMMENTARE , GEBE EINEN KOMMENTAR AB

  1. Hi Jessica,

    herzlichen Glückwunsch zum ersten Trendblogger-Artikel 😉 Der ist gut gelungen, vielen Dank dafür!

    Erstmal ein paar „technische“ Anmerkungen, die ich einfach hier als Kommentar poste, weil ich ja weiß, dass die anderen Trendblogger mitlesen.

    Der erste Absatz kann als Teaser geschrieben und formatiert werden – also 2-3 Absätze, die den Text zusammenfassen und den Du dann fett machst. Das hilft auch nochmal, die Kernthese herauszuarbeiten.

    Dann ist es wichtig, dass Du jeden Artikel verschlagwortest, also allgemeine Themen die im Text vorkommen, aber auch die Namen von Produkten und Unternehmen, über die Du schreibst.

    Es ist auch hilfreich, nochmal zu gucken, ob die Schlagworte dann im Text auftauchen und diese eventuell zu verlinken. Zum Beispiel fehlt noch ein Link zu der Webseite von Orbyt Internet TV.

    Du kannst das natürlich auch nachträglich noch ändern, dann achte aber darauf, dass Du nicht die URL bzw. den Titel änderst, weil sonst die ganzen Links bei Twitter und Facebook nicht mehr funktionieren.

    Was auch ein guter Tipp ist, wenn Du zum Beispiel bei dem Themy Orbyt Internet TV eine spanische Blogs verlinkst und Zitate aus deren Blogs über Orbyt Internet TV übersetzt – wenn Du also zum Beispiel bei Error500 (http://www.error500.net/) oder Maestros del Web (http://www.maestrosdelweb.com/) etwas über Orbyt Internet TV findest, dann kannst Du das gut in den Artikel einbringen.

    Lg

    Karsten

    • Karsten, vielen Dank für dein Feedback.

      Nächstes Mal gibt es dann einen Teaser, die Schalgworte füge ich gleich noch hinzu und noch mehr verlinken hebe ich mir dann für den nächsten Artikel auf.

      Die Internetseite zu Orbyt Internet TV steht unter dem zweiten Foto, deswegen verzichte ich für diesen Artikel auf eine eine weitere Verlinkung.

      Außerdem finde ich es gut, wenn auch andere deine Anmerkungen auch jetzt noch nachvollziehen können und ich möchte nicht, dass die Links zu FB oder Twitter eventuell verändert werden.

      • Noch ein Tipp – bei sehr langen Artikeln kannst Du das „Weiterlesen“ oder More-Tag einfügen. Dann klickt der Besucher eventuell auf den Artikel und die Blogartikel unten drunter sind einfacher zu lesen. Ich hab das mal an der Stelle gemacht, die für den Artikel am beste nist.

        • Ich dachte, das passiert automatisch. Entschuldigung, natürlich mache ich das das nächste Mal.
          Notfalls frage ich dich nochmal.

  2. Und jetzt noch meine inhaltliche Anmerkung:

    Die zentrale Medieninnovation ist die, welche Du im letzten Absatz besprichst: die Tatsache, dass die bekannteste Tageszeitung sich ins Fernsehen einmischst. Das gibt es in Deutschland auch (Stichwort Spiegel-TV, Stern TV), aber nicht in diesem Format. Auch in Deutschland will zum Beispiel der Axel-Springer-Verlag in diese Richtung gehen.

    Jetzt wäre es interessant, wie Du diese Medieninnovation beurteilst: hat sie Erfolg, angesichts des Konsumverhaltens welche Du in den ersten Absätzen besprichst? Es wäre vielleicht gut gewesen, wenn Du einfach im ersten Absatz klar sagst: „Auch in Spanien scheint es so, dass Fernsehsender keine Innovationen hervorbringen können. Eine Tageszeitschrift kann das anscheinend.“ Und dann Orbyt Internet TV erklärst und dann etwas zu den Mediengewohnheiten schreibst. Also These, Beispiele, Argumente, Fazit.

    Aber kein Problem, im nächsten Artikel kannst Du das ja mal ausprobieren.

    LG

    Karsten

    Und den Blogartikel etwas kürzer machen, wäre auch ganz gut. Aber das besprechen wir auch nochmal in der Redaktion.

    • kurz, prägnant, informativ und dennoch unterhaltsam. Hab verstanden :)
      wird dann Ziel des nächsten Artikels.

      Ich hätte gerne noch etwas mehr Fazit eingebracht, aber ich habe selber schon gedacht, dass der Artikel etwas zu lang wird, also musste es bei Einleitung, These, Beispiel und kurzem Fazit bleiben.

      Meine Einschätzung bringe ich dann beim nächsten Artikel deutlicher hervor.

      nochmals Danke!

  3. Boar, was es nicht alles schon für Technikzeug gibt, ist denn schon abzusehen wann es das in Deutschland gibt.

  4. Ach und den Artikel find ich übrigens echt gut und leicht verständlich geschrieben! LG

  5. Smart TV wäre der einzige Grund, warum ich mir überhaupt einen Fernseher zulegen würde. Die Sendungen die im TV laufen sind selten gut und dann noch zeitlich festgelegt. Ich denke, dass in unserer heutigen Zeit ein TV-Program nach Wunsch, etwas Zeitgemäßes ist. Im Moment händle ich das so, dass ich mir die Sendungen, welche ich sehen will in den jeweiligen Mediatheken raussuche und sie schaue wann ich Zeit und Lust habe.

    • da stimme ich dir zu. Selbstkontrollierter Fernsehgenuss hat auch seine Vorteile und wird durch Video a la Carta definitiv unterstützt. Für viele Menschen ist es auch angenehmer einen Film oder eine Dokumentation auf dem Fernseher zu schauen und das wird der Fernseher dem PC noch etwas länger vorraushaben. Ist aber wahrscheinlich auch eine Einstellungs- oder Gewöhnungssache.
      Ich mache es oft genau so wie du und schaue mir Dinge, die mich interessieren in der Mediathej an. Jedoch meistens aus dem Grund, dass mich die Werbung stört. Dies wiederum ist zwiespältig, da ich auf manche Dinge ohne eine Vorschau garnicht aufmerksam geworden wäre.

  6. Fernsehen ist ja in vielerlei Hinsicht verpönt. Man wird für blöd verkauft oder verblödet durch den Konsum, ich denke da auch an vor der Glotze geparkte Kinder.
    Allerdings muss ich zugeben, dass ich mich durch manches eben auch gut unterhalten fühle. Am vorgegebenen Wochentag zu vorgegebener Uhrzeit die neuste Folge der Lieblingsserie schauen z.B..
    Ich denke daher die genannten Eckpfeiler sind durchaus standhafte Säulen…

    • Ich glaube ebenfalls, dass die Zerstreuung sinnvoll und sogar manchmal notwendig ist. Es muss nicht immer hochinnovatives Bildungsfernsehen sein. Manchmal reicht eine einfach Sendung auch (obwohl auch die innovativ-lustig, spannend etc. sein können :) )

      Interessant ist der zweite Punkt, den du angesprochen hast, die eigene Zeiteinteilung vs. die vorgegeben Zeiteinteilung. Theoretisch ist es mit dem Internet aber auch möglich Filme in der Mediathek zu schauen, also die gleiche Zertreuung zu bekommen, aber zu einem selbstgewählten Zeitpunkt. Mit dem Smart TV hat man dann sogar nicht nur das PC-Gefühl, sondern das gleiche Fernsehgefühl.
      Ist also die Vorgabe einer bestimmten Uhrzeit noch notwendig oder wird Fernsehen a la Carte irgendwann vielleicht sogar standard werden?

      • Ganz bestimmt wird es das. Man kann ja heutzutage auch schon das Programm anhalten, oder eben zu selbst bestimmter Zeit schauen, ganz ohne PC. Ich brauche das nicht, aber werde wenn ich es einmal habe auch nicht mehr darauf verzichten wollen. Somit ist es wohl nur eine Frage der Zeit.

        • Ein Beweggrund wäre ja die Werbung. Kann man die beim selbstbestimmten Fernsehen aussparen?

          • Interessanter Gedanke. Kann man schon, aber da das der Werbeindustrie wohl nicht zusagt, muss man sich dann wohl auf eine andere Art von Werbung einstellen.
            — hey, eine Innovation —

            „Klassische TV-Spots werden damit auch in Deutschland wahrscheinlich immer mehr an Bedeutung verlieren. Schon lange sind beispielsweise Digitale Video-Rekorder in der Lage, Werbeblöcke zu erkennen und die Aufnahme zu stoppen, bis die eigentliche Sendung oder der Film fortgesetzt wird. Für Geschäftsleute stellt das ein Problem dar, sie geben Geld für Werbung aus, die vielleicht gar nicht gesehen wird.“
            (http://business.chip.de/artikel/Smart-TV-Business-Geld-verdienen-mit-dem-neuen-TV_59618460.html)

          • die neuen Werbungsarten sind wohl vergleichbar mit der jetzigen Internetwerbung (nervige Banner etc.) und verlangen anscheinend sogar mehr Transparenz . Damit wäre dann wieder die Debatte eröffnet wieviele Informationen man von sich preisgeben muss und will und was man dagegen oder damit machen kann.

            „Mit ans Internet angeschlossenen TV-Geräten bietet sich plötzlich eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten und Vorteilen, die bisherige TV-Werbung nicht liefern konnte. Ein Beipiel: Unternehmen wollen wissen, wer die Werbung tatsächlich sieht, sich angesprochen fühlt und vor allen Dingen, ob der Verbraucher eine Kaufentscheidung getroffen hat. Genau diese Informationen können die an das Internet angeschlossenen Smart-TVs jetzt liefern.“
            (http://business.chip.de/artikel/Smart-TV-Business-Geld-verdienen-mit-dem-neuen-TV_59618460.html)

          • Danke für die Infos, ist ja auch alles schlüssig. Darüber hatte ich mir nur bisher noch keine Gedanken gemacht. Die Marketingbosse wird es freuen.

          • Zum Thema neue Arten der Werbung fallen mir spontan zwei Aktionen ein: Eine von Otto, bei der man per HbbTV auf den eigenen Online-Shop geführt wurde, wenn man während der Werbespot lief, auf eine bestimmte Taste gedrückt hat und die andere von Toyota. Toyota nutzt die Shazam App, um den Werbespot am Ton zu erkennen und bietet dann übers Smartphone / Tablet Zusatzinformationen zu bieten.

            Siehe http://www.horizont.net/aktuell/marketing/pages/protected/Otto-erprobt-Spots-mit-HbbTV_103919.html bzw http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:werbung-in-tv-und-web-shazam-und-co-mit-dem-zweiten-sieht-man-besser/70094888.html

            Gruß,
            Sven

          • Vielen Dank Sven, für die Beispiele wie sich die Werbung anpasst bzw. weiter entwickelt. Ich glaube aber, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob es etwas hilfreiches ist oder ob es eher nervig ist, wenn einem ständig Informationen zu Produkten gereicht werden. In einem anderen Komentar hast du geschrieben, dass der Fernseher ein „leanback“ Medium ist. Sicher kann der Zuschauer sich auch hier zurücklehnen, aber die ständige Informationszuführung entspricht wohl nicht mehr dem Entspannungsprofil mancher Programme. Womit das Fernsehen zwar eine Innovation erfährt, es aber fraglich ist, ob die zu ihrem Vorteil ist. Vielleicht bleibt so der Fernseher auch mal aus.

            Ein großes Dankeschön aber für die beiden Beispiele. Genau diese Links zeigen wie sich die Werbung in Zukunft weiter entwickeln wird und noch mehr Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen wird. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Werbung immer innovativer ist als das Medium selbst.

    • Ja, dem stimme ich auch zu.was freut man sich nicht immer auf den Mittwoch, wenn die ganzen neuen staffeln anlaufen.

    • Dem stimme ich zu. Nach einem elend langen Arbeitstag möchte man halt auf der Couch diesen ausklingen lassen. Wer liest denn abends noch groß ein Buch? Entweder man sitzt vor dem Computer oder vor dem Fernseher und freut sich auf den einen Tag, wenn die neue Staffel der Lieblingsserie endlich wieder startet^^

      • erstmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem gelungenen Artikel.
        Ich lasse mich von Zeit zu Zeit gerne vorm Fernseher berieseln. Allerdings ziehe ich dann meistens doch ein Buch oder die Zeitung vor.
        Interessant zu hören, dass in Spanien ebenso viele anspruchlose Sendungen laufen wie hier.

      • Obwohl ich gerne lese stimme ich dem zu. Nach manch langen arbeitstagen ist fernsehen ein guter ausklang. Sich einfach berieseln lassen. Ich freue mich auch schon auf Tag X…

  7. Ich bin froh keinen Fernseher mehr zu haben. In anderen Ländern läuft ja genau der gleiche Schwachsinn, wie hier in Deutschland.

    Dieses Gerät verleitet einen eher dazu, noch mehr vor der Glotze zu hängen. Da bleibe ich lieber bei meinem „Allround- Gerät“, dem PC.

    Auch durch Smart TV wird man nicht smarter 😉

    • ne, smarter wird man durch smart TV bestimmt nicht, weil erstens ja das Programm gleich bleibt und zweitens letztendlich jeder ja für den Bildungsgehalt seines Unterhaltungsmediums selbst verantwortlich ist :)

      Mich würde interessieren, ob du deinen PC als „Fernseher“, also gehäuft für Serien benutzt, die du theoretisch auch im Fernsehen schauen könntest oder ob du ganz auf das „Fernseh“ Programm verzichtest, weil es deinen Wünschen nicht entspricht.

      Ist der SmartTV eigentlich unnötig, weil man ja eigentlich eh alles mit dem PC machen kann?

      • Schöner Artikel. Eigentlich wollte ich ja unten einen neuen Kommentar verfassen, aber da du schon so schön fragst steig ich einfach mal hier ein.
        Ich stehe smartTVs gespalten gegenüber. Einerseits ist es zeitgemäß viele Funktionen und Medien kombiniert in ein Gerät zu integrieren (auch wenn ich finde das ein Computer das für meinen Bedarf schon echt gut macht) und damit z. B. die Masse an Einzelgeräten die an den Fernseher angeschlossen sind zu minimieren.
        Auf der anderen Seite ist es mit der schlichten Addition von Funktionen bei weitem nicht getan und smartTV ist damit irgendwo doch nicht so smart. Vielmehr glaube ich, dass es bei der heutigen Gerätegeneration, wo sowieso alle fast alles können, nicht mehr auf die einzelnen Funktionen an sich ankommt, sondern auf deren Qualitative Ausführung und das Format des Geräts an sich.

        Ich probiere das mal mit dem was ich aus dem Orbyt Demo Video weiß zu veranschaulichen:
        Wenn ich diesen Kasten oder ein vergleichbares smartTV bei mir stehen habe, kann ich zum einen ja erstmal damit fernsehen. Diese Kernfunktion wird mit Video on demand Systemen oder Mediathekszugriff via Internet sogar noch attraktiver und hat auch seine absolute Berechtigung, da nun mal zum Fernsehen ein Fernseher doch am besten ist.
        Bei den anderen Funktionen stößt man jedoch schnell an seine Grenzen:
        -Internet surfen und Zeitung, Blogs, etc lesen: Während ich mich schon ärgere das die Tastatur zum tippen auf meinem Handy bzw, Smartphone zu klein ist soll ich mich noch zu Hause hinsetzten und meine Internetsuche oder Email per Fernbedienung eingeben? Wohl nicht. Des Weiteren stellt sich für mich die Frage wie lange es komfortabel ist mein E-Newspaper auf mehrere Meter Entfernung auf dem Fernseher zu lesen. Da greif ich doch lieber zu einem Reader mit E-Ink, einem Tablett Computer a la iPad oder gleich zum PC. Das ist auf Dauer angenehmer zu lesen und ich kann es unter Umständen sogar mitnehmen um mir nen Kaffee zu holen oder Wartezeit im ÖPNV zu überbrücken.
        -Spiele: Schön und gut das mittlerweile jeder Taschenrechner Minispiele für mich hat, aber jemand der sich in dieser Hinsicht nicht nur mit tagelangem Angry Birds Spielen begnügen kann stößt hier unglaublich schnell an eine Grenze. Mit der Folge dass man dann doch zum PC greift oder das Zweitgerät neben dem Fernseher stehen hat, bei dem die Spielewelt Angry Birds grade mal als nette Dreingabe enthält.
        Abschließend sehe ich auch noch kritisch das die gebotene Funktionenanzahl auf manche Menschen, die diese nicht wünschen, ehre verschreckend wirkt da ein einfache TV an-Fernsehen-TV aus nicht mehr möglich ist.
        Was meinst du dazu?

        • ich fasse dein Kommentar also so zusammen, dass es schön ist, dass jetzt auch der Fernseher auf den Trend aufspringt viele Funktionen vereinen zu wollen, aber die Umsetzung steckt noch in den Kinderschuhen und muss ausgereift sein eh man es dauerhaft anwenden kann?!

          Da hast du Recht. Jedoch ist es so abwegig, dass die Technik bald so ausgereift ist, dass auch die Handhabung schnell und einfach geht? Natürlich waren die ersten Tablets sehr träge, aber das ist kein Vergleich mehr zur Funktion heutiger Tablets. Stell dir doch mal vor, wie cool das wäre, wenn du nur mit dem Wisch einer Fernbedinung, ähnlich eines Zauberstabes, Tabs öffnen kannst oder deine Emails mit der Fernbedienung schreibst, ähnlich wie man es jetzt mit Swype auf dem Handy macht. Vielleicht ist es eine Umgewöhnung, aber die Bedienung der Maus war anfangs auch ungewohnt.
          Natürlich hat man dann für einen „Smart TV“ kein kleinen PC Bildschirm. Hiermit würde dann der Fernseher einen ganz anderen Stellenwert im Leben einnehmen. Man würden sich somit vielleicht keine Notizen mehr am Kühlschrank hinterlassen, sondern am Fernseher.

          Deinem Argument, das Zeitunglesen am Bildschirm ungemützlich ist, kann ich nur schwer etwas entgegenhalten, da ich selber oft noch sehr gerne sogar die gute alte Zeitung aus Papier in der Hand halte. Damit würden wir jedoch noch einen weiteren Diskurs eröffnen :)
          Vielleicht ist es alles nur eine Frage der Gewöhnung?

          • ich stimme mit dir jedoch darin überein, dass man einen SmartTV nicht mit in die Ubahn nehmen kann und das der Fernseher hier an eine Grenze stößt.
            Es wird weiterhin bestimmt noch lange sämtliche technischen Geräte coexistieren und irgendwie hat das natürlich auch einen Vorteil.
            Ebenso denke ich, dass die einfache TV-an-TV-aus-Funktion auch weiterhin gegeben sein wird und vielleicht ist dann inhaltlich auch das gewünschte Programm vorhanden, die so fesselnd ist, dass eine andere Nebenbeschäftigung überflüssig ist,

          • Du hast es noch nicht ganz richtig zusammengefasst. Was ich sagen will ist, dass die Kombination von Funktionen zwar zeitgemäß aber an vieler stelle vielleicht noch nicht ganz sinnvoll ist, bzw. noch viel gravierender passieren muss. So sehe ich z.B. durchaus die Möglichkeit dass wir irgendwann einen Computer/TV haben der die anderen beiden Sachen kombiniert und somit beide ablöst. Im Moment ist das aber noch nicht der Fall und beide Geräte sind von ihrer Funktionalität und von ihrem physischen Format her gut in ihrer primär Funktion. SmartTV wirkt für mich jetzt wie ein Versuch viele Sachen zu verbinden indem man Funktionen anderer Geräte (Computer, Spielkonsolen, Zeitungen) versucht zu innitieren, worunter aber auch die Nutzbarkeit der Primärfunktion leiden kann.

          • Ich würde da Jonathan uneingeschränkt zustimmen. Einige der Funktionen, die SmartTV oder HBBTV anbieten sind absolut sinnvoll, andere hingegen sind es nicht und werden es auch wohl nie werden. Da die Technologie noch recht jung ist, wird sich das vermutlich in Zukunft von selbst aussortieren.

            Um mal ein paar Beispiele anzuführen: Bei Mediatheken und VOD-Dienste (Video on Demand) ist es meiner Meinung absolut sinnvoll, diese auf den Fernseher zu bringen. Es ist doch praktisch, eine verpasste Sendung oder einen Film den man schon immer mal sehen wollte, mal eben schnell auf seinem Fernseher anzusehen. Warum sollte ich dazu erst meinen Rechner hochfahren und diesen dann (wegen des größeren Bildschirms) an meinen Fernseher anschließen?! Menschen sind ja bekanntlich faul und nehmen immer den Weg des geringsten Widerstandes 😉 Man darf zudem nicht vergessen, dass das Fernsehen traditionell eher ein „Leanback“-Medium ist (tolle Wortkreation, oder? 😉 ). D.h. viele Menschen schalten diesen ein, um sich passiv berieseln zu lassen. Meiner Erfahrung nach haben viele Leute gar nicht den Wunsch danach, aktiv einzugreifen bzw irgendetwas machen zu müssen.

            Anders verhält es sich beispielsweise bei Tablets / Notebooks / PCs. Hier will der Benutzer ja aktiv werden und viele Dinge, die jetzt in SmartTVs integriert werden können Tablets / PCs einfach viel besser, unkomplizierter und vor allem schneller. Jeder der mal versucht hat per Fernbedienung eine URL in einen „Browser“ einzugeben, weiß das 😉 Mein Lieblingsbeispiel sind die YouTube „Apps“, die von vielen Fernseherstellern angeboten werden. Klar macht es Sinn Youtube-Videos auf dem Fernseher zu gucken, aber die angebotenen Bedienkonzepte sind viel zum anstrengend… Bei dem Versuch ein Suchwort per Fernbedienung einzugeben, vergeht einem oft schon völlig die Lust.

            Ein Grund für die schlechten Bedienkonzepte ist die Fernbedienung, die für solche Anwendungen einfach nicht geschaffen ist und auch zu träge reagiert. Da es sich bei der Fernbedienung aber um ein vertrautes Gerät handelt, an das sich die Leute über Jahre / Jahrzente gewöhnt haben, bin ich skeptisch, dass sie so schnell ersetzt werden wird…

            Um dazu mal ein wenig Werbung in eigener Sache zu machen. Ich hatte vor einiger Zeit mal einen Blog-Artikel dazu geschrieben: http://www.usabilityblog.de/2012/04/navigation-am-fernsehgerat-usability-und-hbbtv/

            Gruß,
            Sven

      • Ich gucke gar kein normales Fernsehen.
        Ich gucke nur Serien und Filme auf meinen PC die ich mir entweder kaufe oder ausleihe.
        So brauche ich keine ständigen Werbeunterbrechungen ertragen und was mir auch sehr wichtig ist, einige Serien gucke ich auf englisch.

        So spare ich mir auch den Platz für ein Fernsehgerät, da ich einen relativ großen PC Monitor besitze.

        Und ich kann gucken wann ich will. Man kann sich zwar Sendungen aufnehmen, aber irgendwann ist die Festplatte auch voll. Und ich bin jmd. der auch mal das Wochenende eine Serie durch guckt.

        • Also wäre eine gute Zusatzfunktion die, dass man Filme in Originalspache gucken kann. Ich glaube, die Funktion Filme, Serien etc auch im TV. in der Originalsprache gucken zu können existiert schon. Zumidnest ist es beim digitalen Fernsehen hier in Spanien der Fall und ich begrüße auch sehr, dass man Untertitel hinzufügen in verschiedenen Sprachenhinzufügen kann. so kann ich mein Spanisch verbessern und mich gleichzeitig berieseln lassen.

          Bei der Werbung stimme ich dir zu. jedoch glaube ich nciht, dass es so schnell eine Innovation geben wird, die die Werbung abschafft, zumidnest nicht im Fernsehen. Da muss man dann halt wirklich auf die Videothek zurückgreifen. Diese hast du beim SmarTV aber schon inklusive …

          • Du hast mich zumindest auch nochmal auf die Idee gebracht zu recherchieren, wie lange die Filme gespeichert werden können. Sind sie ewig da und beliebig oft abspielbar und „müllen“ damit wirklich die Festplatte zu? oder, und das könnte ich mir eher vorstellen, sind sie nur für einen bestimmten Zeitraum abspielbar?

        • Aber wo bleibt denn dann der Spaß des Zappens? Wenn Werbung läuft, nehme ich die gute alte, immer größer werdende Fernbedienung zur Hand und drücke die Werbung einfach weg. Manchmal bleibt man dann an einem Programm hägen, das vielleicht interessanter ist, als das bisherige.

          • Auch wieder wahr. Aber wenn ich einen guten Film sehe stört es einfach, man wird an den spannendsten Szenen total heraus gerissen.

      • danke für den anschaulichen Artikel. Er beantwortet viele Fragen, die ich mir auch am Anfang der Recherche zu diesem Artikel gestellt habe. Deine Verbesserungsvorschläge finde ich treffen. Ich frage mich nur, warum es so lange dauert eine Fernbedienung zu revolutionieren, wenn jedes Videospiel schon einfacher zu bedienen ist. In bin gespannt wann es eine einfache zufriedenstellende Bedienung geben wird und bin zuversichtlich, dass das nicht mehr lange dauert. Ich muss aber auch gestehen, dass ich zu einer „retro“ Generation gehöre, die auch die Fernbedieunung mag. Ich möchte meinen Fernseher nicht mit meinem Kopf steuern (mit den Händen schon eher :) )

  8. Ich schwelge sicher in der Vergangenheit, wenn ich sage, dass man früher einfach nur den TV anschalten zu brauchte und sich berieseln lassen konnte. Heute braucht man fast ein Studium um sich mit dem ganzen Technikgedöns auszukennen.
    „Mit Smart TV werden alle technischen Entertainmentwünsche in einem Gerät vereint „. Je mehr Funktionen und Technik in einem Gerät steckt, desto anfälliger und schwieriger zu bedienen.
    Und so ganz nebenbei, hab ich eh keine Zeit Fern zu schauen… und wenn ich doch mal was schauen möchte, gibts ja noch die Mediathek 😉

    • Bei deinen ersten Sätzen musste ich schmunzeln, weil auch ich manchmal denke, dass die wirkliche Erneuerung die ist, dass man sich erstmal eine gewisse Zeit mit der Fernbedieung und dem Menü des Fernseher beschäftigen muss, eh man überhaupt zum Fernsehen kommt.
      Letztendlich widerspricht das ja dem Gedanken, alles einfacher machen zu wollen.
      Ich halte mal fest, dass neue Technik also doch nicht immer alles vereinfacht und auch ein SmartTv, der alles in einem hat nicht unbedingt was Gutes sein muss (es ist auch ungünstig, wenn der mal kaputt geht, dann hat man gleich garnichts mehr)
      Würdest du mir da zustimmen?

      Vielleicht sollte man auch mal daran denken, wie ältere Menschen reagieren, wenn ich (ich zähle mich noch zu den jüngeren) deinen Gedanken oder Wunsch nachvollziehen kann, einfach nur den Fernseher anzumachen,

      • Alles in einem Gerät ist immer ein zweischneidiges Schwert. Aber wenn die HW gut läuft und auch die usability gut ist, ist dagegen nichts einzuwenden!
        Apropos ältere Menschen: Meine Omas sind froh, wenn Sie den TV eingeschaltet bekommen und ihr Sender haben. Das wichtigste ist da Sender auswählen und Lautstärke einstellen….

  9. Ich denke, der Trend der Verschmelzung verschiedener Medien wird sich weiter fortsetzen. Allein schon aus dem Grund, dass man inzwischen gar nicht mehr die Wahl hat, ob man nur einen Fernseher oder einen Smart-TV kauft; Jeder neue Fernseher ist nichts anderes als ein Computer mit Internetanschluß und großem Bildschirm, aber ohne Tastatur und Maus. Wobei man letztere auch noch separat kaufen kann.
    Ich würde denken, in ein paar Jahren ist der Fernseher, der diese Bezeichnung irgendwann nur noch aus Gewohnheit tragen wird, einfach der Computer mit dem größten Display im Haushalt.
    Was die Menschen dann genau von diesem Computer erwarten und welche Funktionen sie nutzen werden, muss sich wohl noch herausstellen. Momentan können Smart-TV fast Alles. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man deswegen noch lange nicht alle Funktionen benutzt. Zum Surfen ist der Rechner oder das Tablet besser geeignet. Zum social networking benutzt wohl kaum jemand seinen Smart-TV. Anders sieht es beim Konsumieren von Filmen/Dokus/Serien aus. Das ist ein Heimspiel für den Fernseher. Wobei Youtube in dem Bereich eine ernsthafte Konkurenz darstellt. Ich denke, die Mehrheit benutzt auch den Smart-TV die meiste Zeit einfach nur als Fernseher: Anmachen, Programm wählen und fertig. Ältere Menschen werden ob der Möglichkeiten auch eher überfordert sein und wollen den ganzen Schnickschnack gar nicht. Sie wollen sich nicht selbst das Programm zusammenstellen. Bei mir ist das auch nur bedingt so, aber das kann sich noch ändern, sobald es in Deutschland ein besseres Angebot an abrufbaren Inhalten gibt und ganz wichtig: Die Bedienung muss einfach sein. Das suchen auf Youtube macht nur mit der klassischen Fernbedienung bewaffnet auf dem Fernseher überhaupt keinen Spass! Wenn man allerdings die Inhalte mit dem Rechner oder Tablet sucht und dann auf dem Smart-TV wiedergeben kann, sieht die Sache schon anders aus. Die Bedienung muss einfach sein, ohne groß nachzudenken.

    Der angebotene Inhalt des Programms wird sich kaum ändern, nur die Art des Konsums. Ich würde behaupten es läuft auf eine Koexistenz von Berieselung und selber zusammen stellen hinaus.

    • Wenn es auf eine Koexistenz hinausläuft, ändert sich ja eigentlich garnichts zum bisherigen Konsumverhalten, weder in der Art des Mediums noch des Inhalts. Das würde bedeuten, dass die Entwicklung des SmartTVs keine wirkliche Veränderung bringt.

      • Ich würde mal behaupten, dass sich das Konsumverhalten schon ändern wird. Wenn sich die Technologie weiterentwickelt, jeder neue Fernseher mit HbbTV oder SmartTV ausgerüstet ist und die Bedienung einfacher wird, werden mehr Leute über den Fernseher auf Mediatheken und VOD-Dienste zurückgreifen. Das klassische Fernsehprogramm wird dadurch wohl weniger relevant, die Sendervielfalt u.U. geringer und auch die Werbeeinnahmen werden zurückgehen.

        Ich bilde mir ein, da jetzt schon einen Trend erkennen zu können. Viele Leute in meinem Umfeld besitzen schon gar keinen Fernseher mehr, sondern bedienen per PC ausschließlich bei den Mediatheken, wenn sie etwas sehen wollen, was sie interessiert.

  10. Ich muss gestehen, dass ich mich schon ab und an vor dem TV vorfinde um mich einfach nur berieseln zu lassen. Anders denk ich sind Sendungen auf weniger bekannten und für die Mehrheit (leider) uninteressanten Sendern wie Phoenix und Arte. Da kann man gelegentlich sehr spannende Berichte und Dokumentationen sehen. Vielleicht sollten doch viel mehr Leute einfach mal sowas sehen, als sich stur den Bachelor oder DSDS anzuschaun. Die große Frage bleibt nur: „Wie bekommt man das in die Köpfe??“

    Aber ein sehr guter Artikel wie ich finde!!

    • erstmal vielen Dank!
      Ich glaube, wir sind schon auf einem guten Weg, wenn es Menschen wie dich gibt, die in der Welt verbreite, dass es auch coole Sendungen auf Sendern wie Phoenix und Arte gibt. Ich bin schon lange der Meinung, dass das kein eingestaubtes Programm ist. Natürlich gibt es auch da Sendungen, die mir nicht zusagen. Das Problem liegt auch hier darin für sich selbst zu selektieren. Das könnte man theoretisch mit SmartTV und dann könnte man das gleichzeitig über SocialTV teilen und sovielleicht eine coole neuentdeckte Sendung sofort weiterempfehlen und das ein oder andere Köpfchen erhellen.

  11. Hallo jessi,
    Ich mag den verwendeten schreibstil und denke nicht das er kürzer und prägnanter sein muss. Die informationen sin erforderlich um dieses gerät dem „nicht-wisser“ näher zu bringen.

    Ich habe ebenfalls so etwas in der richtung zuhause. Ich hab eine videothek direkt abruf bereit und kann jederzeit sendungen aufnehmen. Nur die internetfunktion ist nicht integriert. Aber wer würde seine tastatur freiwillig eintauschen gegen eine fernbedienung?!
    Ich glaube aber zu wissen, dass es bereits set-top-boxen mit geeigneter peripherie zur navigation gibt.

    Kurz: mir gefällt dein artikel :)

      • ich glaube einschätzen zu können, dass du in der Hinsicht sicherlich nicht inkompetent bist :) also vielen Dank für deine Meinung!

    • Lieber Dennis,

      vielen Dank, auch über deine allgemeine Meinung zu meinem Artikel. Es ist schön zu wissen, dass es Menschen gibt, die auch noch etwas längere Artikel bis zum Ende lesen und dann noch interessant finden :)

      Wie heißt das Gerät, dass du hast. Ist das ein Set-Top-Box?

      Vielleicht sollte man in Zukunft Ideen für eine coole, innovative Fernbedienung suchen. Oder irgendwann wird eh alles an eine Wand projeziert und man steuert alles mit den Händen (oder beängstigender mit den Gedanen oder einer Art Brille, mit der man durch Augenbewegungen den Fernseher bedient) ähnlich wie in sämtlichen Filmen mit Zukunftsvisionen.

      • Was du ansprichst ist die Steuerung der Xbox 360 über kinect.da ist dein Körper der Controller. Da steuerst via Gesten.

        Ich hab entertain der Telekom, also keine Set-Top-Box. Hat nur einige der Funktionen

        Immer wieder gerne :)

      • Gerade im Bereich der Gestensteuerung tut sich gerade einiges. Das Kinect-System (Xbox) von Microsoft und die Controller der Nitendo Wii waren nur der Anfang.

        Zwei interessante Projekte in diesem Kontext sind z.B. Leap Motion (https://www.leapmotion.com/) wobei das vermutlich eher für die Bedienung von Macs / PCs interessant ist oder auch Myo (https://getmyo.com/). Beides sehr interessante Technologien, die für einen sehr günstigen Preis zu haben sind und sich gerade deswegen sehr schnell durchsetzen könnten.

        • vielen Dank für die Hinweise. Ich habe mir die Videos dazu auf den Seiten angesehen und es ist wirklich beeindruckend.

          PS Obwohl mir die Möglichkeit meine Skier damit zu steuern doch etwas Angst einflößt.

  12. Ich liebe es spät in der Nacht auf ’nem öffentlich-rechtlichen (keine Werbeblöcke im Film) von einer mir unbekannten Perle der Filmgeschichte überrascht zu werden. Auf diese Weise gucke ich mir auch Filme an, die ich bei selbstbestimmtem, smartem Programm niemals sehen würde. Die Privaten können mir größtenteils gestohlen bleiben.

    • Da stimme ich dir vollkommen zu! Und gleichzeitig finde ich es unedlich schade, dass die – wie du so schön sagst – „Perlen“ der Filmgeschichte „spät in der Nacht“ laufen. Besser als nichts, aber für mich der Weg in die falsche Richtung.

  13. Der Flickenteppich von Bedröhnung auf Wunsch nach konventionellem TV-Muster, Rest-Multimedia für Leute, die sich ohne Musik auf der Toilette ängstigen und dem total freshen Haustierersatz Facebook (und seiner noch häßlicheren Geschwister) ist nachwievor und unerklärlicherweise das Patent-Überlebensrezept aller Glasfaseranbieter. Das Frankensteinkonzept klappt einfach nicht, allein, weil sich die unterschiedlich angesprochenen Altersgruppen einfach nicht kesseln lassen. Interessant finde ich vor allem, mit welch unausweichlicher Romantik das Ding Fernsehen immer noch betrachtet wird. Es gehört wie das Elternhaus und das Finanzamt zum Leben dazu und die Ansprüche an seine Integrität sind erstaunlicherweise selbst bei Kritikern immer noch überzogen. Und seit einigen Jahren soll das alte Haus auch noch die sozialen Medien stemmen, weil die Anstaltsleitungen ihre Existenzangst nicht in den Griff kriegen, bzw. von der Zuliefererseite die Lizenzhalter den Hals nicht voll kriegen können. Am Ende des Tages haben bisher immer gesiegt: die Nachrichten nach der Arbeit, Duschen gehen, Film zum Einschlafen. Die dazugekommenen Sozialanteile dienen entweder nur der Spiegelleckerei unter Vortäuschung falscher Freundschaft oder dem zum konfessionslosen Mantra verkommenen ‚Hab mich lieb!‘. Da Scheinheiligkeit unter der Bettdecke aber nicht mehr zählt, wird halt jedes Gerät irgendwann mal abgeschaltet. Eigentlich beruhigend.

  14. Ein weiser Mann sagte mal: Kill your television. Ich bin dazu übergegangen Breaking bad und Mad Men auf DVD zu schauen, dafür aber exzessiv;-)

    • Eigentlich bin ich ja auch für Bücher, aber das wäre jetzt off topic :)

      Ich mag Breaking Bad inzwischen auch total gerne. Ich musste mich aber erst etwas reinfinden, weil ich das Konzept so durchschaubar fand. Ich glaube aber, gerade Breaking Bad ist ein gutes Beispiel dafür, dass Fernsehen es doch noch schafft innovative Serienideen zu schafffen. Warum das jedoch meistens das angeblich so „stumpfe“ Amerika schafft und andere Länder seltener, bleibt fraglich.

      • Sind Amerika und England da nicht eh an erster Stelle?Ich finde unser deutsches Fernsehen kann sich da ruhig mehr abschauen, dann kann endlich dieses schreckliche Hartz IV TV abgeschafft werden..Oder kommt das etwa auch aus Übersee??? Naja, wenn ich so sehe, was u.a. bei Sixx so für Schrott kommt, oder VIVA..Aber auf neue innovative Gedanken kommen wir leider nicht, echt schade

  15. Sehr schön geschriebener Artikel.
    Ich denke auch, dass der Smart-TV eine sinnvolle Weiterentwicklung des relativ alternativlosen „Berieselungs-Fernsehen“ ist.
    Die Evolution dieser Geräte wird es zwar durch die Entscheidungsfaulheit der großen Masse schwer haben, aber letztlich führen ja alle technisch-multimedia basierten Erfindungen zum All-In-One Gerät das jeder haben wird und alles kann. Außer uns die Qual der (immer größer werdenden) Wahl abzunehmen. 😉

    • also siehst du es als negativ an, dass man eine große Auswahl hat? Vielleicht enthält eine große Auswahl aber auch die Chance gute Sendungen zu beinhalten, die es nicht geben könnte, wenn es nur 5 Sender geben würde.
      Ich glaube, durch die Faulheit der Menschen wird die Evolution dieser Geräte gerade erst vorangetrieben. Ich bin zu faul Fernseher und PC anzumachen, also mache ich mir dem SmartTV einfach nur ein Gerät an. Man kann Faulheit aber auch mit dem Wunsch nach Einfachheit ersetzen. Da bleibt nur die Frage, ob es auch wirklich einfacher wird?!

  16. Also im Grunde genommen kann man sagen, dass das Fernsehen überall mit den gleichen Problemen konfroniert ist – nämlich wie setzt man sich gegen dieses tolle super innovative und interaktive Internet durch nicht wahr? :) … ich denke, dass diese beiden Komponenten wohl nie ganz zusammen passen werden. Aber das ist ja auch eh ein Elefantenthema… dazu will ich lieber gar nicht genauer eingehen 😉 Was ich aber unbedingt noch sagen wollte: Ich habe selten reingezappt ins span. Fernsehen, als ich dort war (dabei ist Fernsehen, ja tatsächlich ne tolle Sache um eine Fremdsprache zu lernen), ich erinnere mich aber an eine Sendung, die ich SUPER fand. Eine Quizsendung auf der Straße: ein Moderator wählt einen Mitspieler aus der Menge (wer eben gerade vorbei kommt), und diesem wird eine Frage präsentiert. Statt die Antwort zu sagen, muss der Kandidat nun aber jemanden aus der Menge suchen und überlegen ob diese Person die Antwort richtig oder falsch beantworten würde. Das alles wirkte selbstgemacht, ein bisschen unprofessionell sogar, aber ich fands super unterhaltsam, obwohl ich kein Wort spanisch konnte zu diesem Zeitpunkt. Ich glaube daran fehlt es derzeit absolut auch im deutschen Fernsehen. Simple aber vor allem authentische Formate. Ich schau nicht soviel TV, denke aber mal das ZDF neo da ganz gute Ansätze geschaffen hat… :)

    ich wünsche in jedem fall noch viel spaß mit den spanischen Sendern, viel mehr Spaß aber mit allem anderen, was dir noch begegnen wird liebe Jessi. :) Halt uns aufm Laufenden!!!

    • ich weiß, von welcher Sendung du sprichst (etwas mit “ que sabes – was weißt du“ im titel, aber ich trainier ja noch mit dem Fernseher und kann mich nicht an den kompletten Titel erinnern. Ich liefer ihn aber schnellstmöglich nach 😉 ). Es ist wirklich eine erfrischend natürliche Sendung, aber letztendlich irgendwie auch nur eine Quizsendung. Das Neue ist aber, dass man anderen Menschen vertrauen und sie einschätzen muss. Vielen Dank für deinen Beitrag. Findest du also das aktuelle Fernsehprogramm zu sehr „gemacht“ und würdest zukünftige Fernsehmacher empfehlen auf mehr Natürlichkeit zu achten?

      (obwohl dass dann ja auch wieder zu einer Art Big Brother führen kann, das hier in Spanien übrigens immernoch ausgestrahlt wird und bei Bigr Brother 15 oder so ist)

      • Wie versprochen habe ich die Sendung nachrecherchiert. Sie heißt „Lo sabe, no lo sabe – er weiß es, er weiß es nicht“

        Wer sich gerne ein Bild davon machen möchte kann hier mal reinschauen:
        http://www.cuatro.com/losabenolosabe/

        PS habe gerade gesehen, dass „erst“ die 14. Big Brotherstaffel hier läuft.

  17. ich mag den beitrag.
    und weil ich von technischer seite her weiß wie unsicher die meisten smart-tvs sind, finde ich es noch interessanter, dass große verläge sowas fördern. weil als anbieter ist es ja noch viel leichter den konsumenten zu beeinflussen. natürlich darf er selber aussuchen, jedoch kann man ja sehr leicht einschränken aus welcher liste er wählen darf.

    • du meinst also, dass es etwas Schlechtes ist, wenn sich eine Zeitung ins Fernsehen einmischt? Kann es aber nciht auch sein, dass dadurch mehr Kontent ins Programm kommt?

      Der zweite Aspekt, den du eröffnest ist sehr interessant und wurde bisher oft nur am Rande angesprochen. Inwieweit lässt man sich kontrollieren, wie transparent wird man und wie kann man verhindern, dass man beeinflusst wird?
      Merkt man das überhaupt?

      • Ich denke, solange es durch ein in verschiedenen Medien vertretendes Unternehmen keine Monopolstellung gibt, wie beispielsweise durch Belusconis Unternehmensgruppe in Italien und dadurch keine ausgeglichene Berichterstattungen aus verschiedenen Quellen mehr möglich ist, keine Gefahr für die Qualität des Contents bzw. für zu starke Beeinflussung (Medien beeinflussen immer) der Zuschauer gibt.

        • aber das ist doch immerhin der erste Schritt zu einer Monopolstellung. Die Springerpresse ist in Deutschland ja auch schon weit verbreitet. Es kann viel zu schnell zu Monpolstellungen kommen, vorallem auch, weil ein großes Unternehmen kleine Unternehmen aufkaufen kann und damit wieder mehr Einfluss erhält.
          Ich stimme dir zu, dass Medien immer irgendwie beeinflussen – manche mehr manche weniger, aber das gefährliche ist ja, dass man das nicht mehr mitbekommen. Es ist einem nicht bewußt.

          Wenn du der Meinung bist, dass der Content nicht darunter leidet, würdest du sagen, dass es vielleicht sogar gewinnbringend sein kann?

  18. Ich bezweifele, dass das Fernsehen an Qualität mit der Einführung von Smart-TV zunehmen wird…

    • Für mich wäre „Smart-TV“ vor allem dann interessant, wenn es mit entsprechenden Tools ohne eigenen Aufwand eine genre-bzw. themenspezifische Essenz aus dem aktuellen Dschungel der Möglichkeiten pressen könnte, sprich: Mir Zapp- und Such-Zeit ersparen würde. Eine pure Vergrößerung der Plattformen und Möglichkeiten hingegen würde wohl im Zeitklau ohne nennenswerten Mehrwert münden. Da bliebe ich doch lieber bei der Augsburger Puppenkiste…

  19. Ich persönlich besitze keinen Fernseher, weil es erstens wenig interessantes läuft und zweitens, nicht dann, wann ich möchte.
    So gesehen, wäre Smart-TV eine potenziell gute Sache. Auch die Möglichkeiten einer Online-Videothek sind vielversprechend.

  20. So könnte man sich endgültig, ohne kompletten Verzicht, dem „Hartz 4“ TV entziehen.. 😉
    Toller Artikel!

  21. Zum Thema Fernweh-Programm: Was ist eigentlich mit den Zeichentrickfilmen geworden???Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich sehe, was sich meine Nichten im Kinder-TV ansehen. Bei Disneys Peter Pan war Tinkerbell noch gezeichnet, jetzt ist sie 3d. Diese technische Entwicklung kann ich nicht begrüßen. Und wenn doch gezeichnet wird, haben die gestalten große Augen, die sich beim Lachen zu Halbmonden schließen, made in Asia, genauso schlimm. ich werde mal einen Kritik-Brief an die Walt Disney Studios schreiben, ich will wieder gemalte Trickfilme! :)

  22. Pingback: Redaktionskonferenz am 5.3.2013, Blattkritik mit Michael Praetorius zum Dossier Innovative Fernsehformate | Die Trendblogger

  23. Pingback: Leap Motion Controller, Bewegung Kontrolle Geste für PC oder MAC | INFO-BARELLS.COM

  24. ich stehe diesem Fortschritt eigentlich eher gespalten gegenüber. Klar ist es bestimmt parktisch alles in einem Gerät zu haben, aber was passiert, wenn genau dieses Gerät kaputt geht ?
    Dann hat man garnichts mehr. Davon abgesehen, will ich ja eigentlich auch noch etwas selber machen. Es gibt ja schließlich auch die Zukunftsvisionen von z.B. WallE wo alle Menschen so dick sind, dass sie nur mit kleinen elektromanetischen Autos rumfahren und sich selber garnicht mehr fortbewegen können. Was passiert, wenn sich die Technik dahin entwickelt?
    Und ist es wirklich gut immer überhall erreichbar zu sein und alles von überall steuern zu können? Eine andere Horrorvorstellung gibt es ja auch schon lange. Was passiert, wenn nicht mehr wir die Technik kontrollieren, sondern die Technik uns? Ok, das ist jetzt noch etwas weit hergeholt, aber du hast es ja auch angeschsprochen. Vor 10 Jahren hätte man nciht gedacht, dass man sämtliche Funktionen in einem Gerät vereinen kann.

  25. Also ich denke immer an meinen Opa, dessen gute alte Röhre nach langer Zeit endlich den Geist aufgeben durfte. Nun haben mein Onkel und mein Papa gleichzeitig ihre Technikerfahrungen unter Beweis stellen wollen und ihn von beiden Seiten bequatscht. Man muss bei der neuen Technik auch an Leute denken,die mit Technik nichts am Hut haben. Es ist schade, dass man ein Vermögen ausgeben muss um einfach nur normales Kabelfernsehen schauen zu wollen. Was sollen ältere Leute denn mit 3d-Effekt oder intergriertem You-Tube anfangen??Mein Opa trauert seinem alten Fernseher echt hinterher und versteht das alles nicht.