Karin Kutter

Karin Kutter

Trendblogger-Jahrgang 2012/2013
„Welkumma en unsrem scheena Strossburi“ heißt es für mich. Der Dialekt verrät es bereits: Aus dem Herzen Frankreichs werde ich nicht schreiben. Dafür allerdings aus dem Herzen Europas: Mit ihren vielen europäischen Institutionen bezeichnet sich Straßburg nämlich selbst als „Hauptstadt Europas“. Der Job hat mich über die Grenze verschlagen und wegen der Vielfältigkeit der kulturellen Einflüsse bin ich geblieben. Beste Voraussetzung also, um nicht nur über französische sondern auch über europaweite Medientrends zu berichten.



Startups mit grüner Seele

In der neuen Ausgabe von Schrot & Korn erfahrt ihr alles über die jungen Kreativen!

In der neuen Ausgabe von Schrot & Korn erfahrt ihr alles über die jungen Kreativen!

Sie sind jung, kreativ – und umweltfreundlich: Green Startups bieten innovative Lösungskonzepte gegen Umweltverschmutzung und Klimawandel. Während die einen Jungunternehmen einzelne Verbraucher ansprechen, setzen andere Ideen auf eine grüne Stadtentwicklung.
Auf der Berliner Startup-Night im letzten Jahr habe ich jede Menge junger Kreativer kennengelernt, die die Welt ein Stückchen grüner machen wollen. Zum Beispiel die Jungs von „Room in a box“, die innovative Möbel aus Wellpappe herstellen, die vollständig recyclebar sind. Oder die Jungunternehmerin Eva Hotz, die mit ihrem Solatextil „Sola“ Sonnenenergie unterwegs nutzbar und speicherbar macht. Spannend ist auch das Projekt von „Green City Solutions“: Das Team um Architekt Dénes Honus hat das Konzept eines CityTrees entwickelt, das die Luft in Städten sauberer macht. Dafür wurde er gerade von Forbes in die „30 Under 30“-Europaliste in der Kategorie „Social Entrepreneurs“ gewählt. In der Liste nimmt das Magazin erstmalig junge Führungskräfte auf, die „imstande sind, die Welt zu verändern.“
Wie all diese Ideen genau funktionieren, könnt ihr im aktuellen Naturkost-Magazin „Schrot & Korn“ nachlesen, das kostenlos in vielen Naturkostläden ausliegt.



Refugees welcome: Arabisch & Deutsch in Bildern lernen

Non-verbal, mit Händen, Füßen und viel Herzlichkeit: Ein großer Teil der von vielen Menschen in Deutschland geleisteten Ersthilfe für Geflüchtete funktioniert ganz wunderbar. Doch viele Helfer und Flüchtlinge möchten gerne schnell die jeweils andere Sprache lernen.

Vokabeln lernen leicht gemacht: Mit der deutschen und arabischen Umschrift lassen sich Begriffe schnell lernen. (Bild: DAFG e.V.)

Vokabeln lernen leicht gemacht: Mit der deutschen und arabischen Umschrift lassen sich Begriffe schnell lernen. (Bild: DAFG e.V.)


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Berlin,


Lange Nacht der Startups in Berlin: Live-Ticker vom StarterStream

Heute findet in Berlin die „Lange Nacht der Startups“ statt. Bereits untertags werde ich Euch von der Konferenz in der IHK-Berlin berichten. Die letzten Tickets für heute Abend gibt es übrigens nur noch an der Abendkasse: http://www.startupnight.de/tickets.html (mehr …)



Hier bin ich – wenn Überwachung überflüssig wird

Auf "trackingtransience" kann man beobachten, wo sich der Künstler Elahi gerade aufhält.

Auf „trackingtransience“ kann man beobachten, wo sich der Künstler Elahi gerade aufhält.

Es ist der 24. Juli 2013 um 03:10 Uhr nachts amerikanischer Zeit und ich kann beobachten, wo sich Hasan Elahi gerade aufhält. Als Letztes hat er das Foto einer Bar gepostet. Die Zucker und Salzstreuer sind auf einem Tablett angeordnet, die Becher umgedreht, Personen sind nicht auf dem Foto abgebildet. Wahrscheinlich schläft Elahi gerade, denn das GPS bewegt sich nicht.

Wenn Elahi hören würde, dass in Deutschland für den 27. Juli bundesweit Demonstrationen gegen die Internet-Überwachung unter dem Titel „Stop watching us“ geplant sind, würde er wahrscheinlich laut loslachen. Sein Lebensmotto könnte nicht konträrer sein: Man kann es etwa auf den Punkt bringen mit „Start watching me“. Elahi ist Künstler. Um genauer zu sein: Er ist Medienkünstler mit dem Schwerpunkt Technologie und Medien und ihre sozialen Auswirkungen. Seine Lieblingsthemen: Überwachung, Sousveillance und Grenzen. Sousveillance (frz. „Unterwachung“) soll bedeuten, dass der normale Überwachungsweg umgekehrt wird: In diesem Fall beobachten die sonst Überwachten (z. B. Bürger eines Staates) die normalerweise Überwachenden (z. B. den Staat). Als Künstler hat er sich – wie fast nicht anders zu erwarten wäre – ein sehr radikales Projekt ausgedacht: Er überwacht sich quasi selbst und macht dies öffentlich. (mehr …)



S´isch totàl bombisch! Mit der App „iYo“ Elsässisch sprechen

Mit seinen vielen Fachwerkhäusern erscheint das Elsass sehr idyllisch – doch die Elsässer können auch richtig fluchen: „Dü Àrschbàckegsìcht“ heißt es dann beispielweise.

Mit seinen vielen Fachwerkhäusern erscheint das Elsass sehr idyllisch – doch die Elsässer können auch richtig fluchen: „Dü Àrschbàckegsìcht“ heißt es dann beispielweise.

Dialekte sind einfach etwas Schönes, ein Gefühl von Identität und Heimat eben. Und natürlich kann man auch nur im Dialekt so richtig übel fluchen: „Gscherda Hamme, Du Greisliger“ heißt im Bayerischen etwa so viel wie „Geschorener Hammel, Du Hässlicher“. Schade nur, dass Dialekte immer mehr vom Aussterben bedroht sind. Das Amt für Sprache und Kultur im Elsass „L’Office pour la Langue et la Culture d’Alsace (OLCA)“ wollte dies nicht einfach hinnehmen und versucht mit einer ganz ungewöhnlichen Methode Jugendliche zum Elsässisch-Lernen zu motivieren: einer Sprach-App, die die richtige Aussprache per Video anzeigt.

Das Elsässiche ist auf dem Rückzug
In Frankreich ist Elsässisch als Regionalsprache anerkannt. Doch leider geht die Zahl der Elsässisch-Sprechenden immer mehr zurück. Waren es 1900 noch 95% der dortigen Bevölkerung, die Elsässisch sprachen, so ist die Zahl einer Umfrage des OLCA/EDinstitut zufolge im Jahr 2012 auf 43% geschrumpft. Das Erschreckende daran: Nur 12% der 18 bis 29-Jährigen sprechen die Sprache, bei den 3 bis 17-Jährigen liegt die Quote laut Umfrage nur noch bei 3%. Klar, dass da das Amt für Sprache und Kultur im Elsass nicht länger tatenlos zusehen wollte. Die Idee: eine kostenlose Sprach-App für vor allem Jugendliche. (mehr …)



Die Zukunft selbst gestalten

Die Zukunft beginnt schon heute bei ARTEFuture

Die Zukunft beginnt schon heute bei ARTEFuture

Mit der Plattform „Future“ geht der Fernsehsender ARTE neue Wege: So werden darauf die Themen Wirtschaft, Technologie, Umwelt und Gesellschaft beleuchtet. Der User wird dabei zum Mitdiskutieren aufgefordert. „Ein jeder ist eingeladen, sich zu beteiligen, um gemeinsam die Plattform mit Leben zu erfüllen.“, so steht es auf der Seite von ARTE Future. Doch soll nicht nur diskutiert werden, Ziel ist es in direktem Austausch mit den Website-Usern zu treten.

Partizipation mit dem Tool „Uservoice“
Damit ein Austausch zwischen ARTE und seinen Zuschauern entstehen kann, bedient sich der Sender des Tools „Uservoice“. Dieses Software-Tool ermöglicht es, durch eine Kunden-Feedback- und Helpdesk-Funktion den Dialog mit den Website-Besuchern zu fördern. Je nach Ausgestaltung kann der Besucher eigene Ideen vorschlagen, aber auch Fragen stellen und Feedback geben. (mehr …)



Sturmversicherung

Versicherungen gegen Shitstorms sind im Kommen

Mit der Police web@aktiv soll man laut ARAG „unbeschwert“ durchs Internet surfen können

Mit der Police web@aktiv soll man laut ARAG „unbeschwert“ durchs Internet surfen können

Früher hat man sich bei Sturmversicherungen gegen Hagel, Sturm und Schneedruck geschützt. In der modernen Variante schützt man sich damit vor Shitstorms im Internet. In Deutschland bietet das beispielsweise ARAG an. Mit der Police web@aktiv soll man „unbeschwert“ durchs Internet surfen können. Von Cyber-Mobbing über Urheberrechtsverletzungen bis hin zum Schutz vor Abofallen will die Versicherung „umfassend“ Schutz bieten.

Und nicht nur das: Der Rufretter ist inklusive und soll dem Versicherungsnehmer dabei helfen, rufschädigende Inhalte löschen zu lassen. So ganz umfassend ist der Schutz dann allerdings doch nicht: Im Kleingedruckten liest man weiter, dass davon beispielsweise berufliche, aber auch politische oder gewerkschaftliche Tätigkeiten ausgenommen sind. Kurz gefasst. Als Mitglied der Piraten, nutzt eine solche Versicherung also eher wenig – auch wenn manch einem Mitglied Shitstorms aus eigener Erfahrung bekannt sein dürften. (mehr …)

Strasbourg,


50 Jahre deutsch-französische Freundschaft – Wort für Wort

50 Jahre deutsch-französische Beziehungen: Die Top 25 im Sprachgebrauch

50 Jahre deutsch-französische Beziehungen: Die Top 25 im Sprachgebrauch

1963 unterschrieben de Gaulle und Adenauer den sogenannten Elysée-Vertrag und legten damit den Grundstein für die Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich. Heute, 50 Jahre später, feiern die beiden Länder den runden Geburtstag ihrer deutsch-französischen Freundschaft. Eine sprachliche Analyse der deutsch-französischen Beziehungen zeigt, die Freundschaft ist vor allem eines: problematisch.

50 Jahre deutsch-französische Freundschaft – 50 Jahre in denen auch auf der restlichen Welt viel passiert ist: Kalter Krieg, Zusammenbruch der Sowjetunion, Terroranschläge in New York, die Finanzkrise … Deutschland und Frankreich mussten sich immer wieder neu positionieren und ihre Beziehung untereinander neu ausrichten. Zum 50-jährigen Jubiläum des Elysée-Vertrages hat Radio France in Kooperation mit WeDoData und Syllabs die deutsch-französische Freundschaft nochmals unter die Lupe genommen und sie aus der sprachlichen Perspektive betrachtet. Was waren die großen Themen und zu welcher Zeit? Wie haben sich die Debatten zwischen beiden Ländern entwickelt? In dem Projekt „50 ans mot à mot“ (50 Jahre Wort für Wort) wurden insgesamt 134 Reden und Erklärungen analysiert – davon 55 von französischen Präsidenten und 55 von deutschen Bundeskanzlern sowie 24 gemeinsame Erklärungen. (mehr …)