Lyon,


Le moteur: Keine Konkurrenz für Google News

Französische Verlage starten mit ihrem Tool „Le moteur“ eine eigene Suchplattform.

Vor dem Hintergrund des bereits länger dauernden Streits zwischen dem deutschen Gesetzgeber und Google um eine Modifikation des deutschen Leistungsschutzrechts haben sich die Verlage in Belgien nun offensichtlich mit dem Internetriesen geeinigt. Wie diese Einigung aussieht, bleibt jedoch mehr als schwammig: Während Google auf den Seiten der Verleger Werbung schalten darf, soll diesen im Gegenzug zu höheren Leserzahlen verholfen werden. Es bleibt zu hoffen, dass über diesen Deal, der anscheinend hinter verschlossenen Türen abgewickelt wurde, in den nächsten Tagen noch nähere Informationen veröffentlicht werden.

In der Zwischenzeit hat man in Frankreich einen anderen Weg eingeschlagen: Das Telekommunikationsunternehmen Orange veröffentlichte gestern in Zusammenarbeit mit acht der größten Zeitungen und Zeitschriften Frankreichs le moteur –  eine eigene Plattform zur Suche von Nachrichtenbeiträgen. Hier hat man die Möglichkeit, direkt nach einem Schlagwort zu suchen oder sich die fünf aktuell meistgesuchten Themen anzeigen zu lassen. Zudem kann man zwischen einer Websuche oder der Suche in den Datenbanken der teilnehmenden Magazine wählen. Zu den jeweiligen Magazinen wird immer auch die Anzahl der zum Thema passenden Artikel aufgelistet.

Die Seite ist ansprechend und übersichtlich gestaltet. Allerdings wurde in einem französischen Internetmagazin bereits die mangelnde Aktualität der Beiträge zu einigen Suchbegriffen bemängelt. Diese Kritik scheint zumindest nicht vollkommen haltlos: Sucht man auf le moteur nach „le moteur“, findet sich auf den ersten drei Seiten kein entsprechender Artikel. Fraglich ist, ob Le moteur mit seinen acht Hauptquellen tatsächlich mit Google News konkurrieren kann. Meiner Meinung nach: Nein! Zudem ist es wohl auch schwierig, das Nutzerverhalten in nächster Zeit grundlegend zu ändern. Denn welches Tool habe ich wohl für meine Recherche zur Google-Konkurrenz in Frankreich genutzt?

Lyon,


Whatsapp? Nein, danke!

Mit Libon bietet Orange einen Messengerservice – nicht nur für die eigenen Kunden

Mit Whatsapp brachte man  vor nicht allzu langer Zeit noch Mobilfunkkonzerne ins Schwitzen, die ihre schwindenden Einnahmen in Sachen SMS-Versand im Blick hatten. Seit mehreren Wochen und vermehrt in den letzten Tagen schwören immer mehr Nutzer dem Dienst wegen großer Sicherheitslücken ab. Seit gestern geistert nun auch noch ein nerviger Kettenbrief durch die Whatsapp-Kontakte. Viele Nutzer suchen nun nach einer Alternative. Findet sich diese in Frankreich?

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