Berlin,


Warum Buzzfeed so schlecht ist…

Plagiarism, fehlende Artikelinhalte, unsinnige Klickstrecken, keine redaktionelle Prüfung – Maddox macht sich über Buzzfeed lustig und beschreibt nebenbei die größten Probleme von Listicles.

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Buzzfeed und exklusive Berichterstattung
Buzzfeed in Portugal
Schlechte Eigenschaften von Buzzfeed
Relevanz von Buzzfeed
Buzzfeed-Geschäftsmodelle
Buzzfeed in den Niederlanden
Buzzfeed in der Schweiz
Buzzfeed und Duolingo
Positives an Buzzfeed
Ausblick für Buzzfeed
Buzzfeed in Argentinien.

Berlin,


Der neue Marketing-Trend: Männer in Frauenposen

Immer wieder finden sich im Netz Listicles, wo Fotos gezeigt werden, die Männer und Frauen beim Tausch ihrer „Geschlechterrollen“ gezeigt werden. Vor ein paar Jahren begann es mit den Men-Ups, in denen Männer die Posen von Pin-Up-Frauen einnahmen.

menups_flickrDanach kam die Arbeit der kanadischen Fotografin Hana Pesut, die mit ihrem Projekt „Switcheroo“ Paare erst in ihrer „normalen“ Kleidung ablichtete, und dann die Kleidungsstücke vertauschte.

switcheroo_screenshotDen Abschluss machte jetzt die Firma MotoCorsa, die Ducati-Motorräder verkaufte und mit ihrem Projekt „Manigale“ Männer auf Motorrädern ablichtete.

manigalescreenshot

Während man bei den ersten beiden Projekten immer noch sagen könnte, die Darstellung von Frauen in Zeitschriften oder die seltsamen Kategorien von Mode zu thematisieren, so ist der Motorrad-Katalog wohl ein reines Marketing-Instrument, oder?

Die Reaktion, die ich am meisten im Netz beobachte, ist dann meistens: „Ach, da sieht man mal wieder, Männer taugen nicht als sexy Models, Frauen können das besser.“ Ist so eine Reaktion erwünscht?



Buzzfeed, auf dem Weg nach oben

Die amerikanische Webseite Buzzfeed bietet – teils seriöse, teils weniger seriöse – Nachrichteninhalte, gepaart mit Listicles über Katzenbabys, Horrorfilme und Boy Bands aus den 90ern. Während die 2006 gegründete Seite kontinuierlich wächst und schwarze Zahlen schreibt, hat die US-Medienlandschaft das Potential der Seite erkannt.

Buzzfeed berichtete exklusiv von Glenn Greenwalds Abgang beim Guardian.

Buzzfeed berichtete exklusiv von Glenn Greenwalds Abgang beim Guardian.

Zuletzt sorgte eine Meldung für viel Aufsehen, wonach Glenn Greenwald, Enthüllungsjournalist beim Guardian, das britische Traditionsblatt verlässt. Greenwald wurde vor allem durch die Zusammenarbeit mit Edward Snowden und den Publikationen zum NSA Skandal bekannt. Die Nachricht seines Wechsels gab weder sein bisheriger Arbeitgeber, noch ein anderer konventioneller Verlag bekannt: buzzfeed.com berichtete exklusiv und an aller erster Stelle von Greenwald’s Karriereschritt.  (mehr …)

Porto,


Wir brauchen „buzz“ – Über Listicles in Portugal

Die US-amerikanische Website Buzzfeed ist mit Boulevard-Nachrichten und lustigen Listen zum Internet-Hit geworden. Die sogenannten „Listicles“ („24 Dinge, die du nur tust, wenn du betrunken bist“) ziehen weltweit Millionen Menschen an. Doch warum gibt es noch keine portugiesisches Buzzfeed-Kopie? Und was machen die Portugiesen dann im Netz – außer Katzenvideos ansehen?

Buzzfeed gibt es jetzt auch auf Portugiesisch - allerdings speziell für den brasilianischen Markt. Reicht das den Portugiesen? Oder kommt bald eine Kopie?

Buzzfeed gibt es jetzt auch auf Portugiesisch – allerdings speziell für den brasilianischen Markt. Reicht das den Portugiesen? Oder kommt bald eine Kopie?

„Listi-que?“ – Wie in Deutschland, weiß auch hier in Portugal niemand, was „Listicles“ sind; aber jeder kennt sie. „Die bunten Websites mit den lustigen Listen, z.B. „10 Dinge, die man nur im ersten Uni-Semester macht““, erkläre ich. „Ach so, klar!“, lautet die Antwort. Diese Form der digitalen Ablenkung und Erheiterung, in sekunden-schnelle auf Facebook und Co. geteilt, hat sich in den letzten Jahren auch in Portugal wie ein Lauffeuer verbreitet. Dennoch: Eine portugiesische Kopie von Buzzfeed gibt es bisher nicht!

Die Seiten tabonito.com („Es ist hübsch“) und tafixe.com („Es ist cool“) locken mit ähnlich inhaltlosen Boulevard-Nachrichten wie Buzzfeed, allerdings allein in Form von Videos. Diese Woche ganz hoch im Kurs: FIFA-Chef Joseph Blatter erklärt, er möge Lionel Messi lieber als Christiano Ronaldo und zieht diesen anschließend auch noch ins Lächerliche. Das kratzt am Nationalstolz der Portugiesen! Trotz aller Ähnlichkeit zu Buzzfeed – auf beiden Seiten fehlt eines: Listicles! (mehr …)

Stockholm,


5 ultimative Gründe dafür, warum Listicles grauenvoll sind

Heute noch nichts zu Lachen gehabt? Dann kommt hier der ultimative Angriff auf die Lachmuskeln unser netzaffinen Leser_innen. Und zugleich eine schonungslose (und nicht immer ganz ernstgemeinte) Abrechnung mit einem aufstrebenden Phänomen unseres digitalen Zeitalters: Listicles. Zäh wie Kaugummi unter der Schuhsohle fressen sie sich ihren Weg durch diverse Blogs und Websites und bevölkern das Internet immer mehr. Warum Listicles jedoch grauenvoll sind und mensch ihnen keine Minute Aufmerksamkeit schenken sollte, analysiere ich in diesem Beitrag. Im folgenden Podcast nehme ich das so hoch gelobte neue journalistische Format „Listicle“ gründlich auseinander – und freue mich auf Kritik, Kommentare und Reaktionen aller Art. Bleibt mir nur noch zu sagen:

1)      Viel Spaß! 🙂

2)      Enjoy! 🙂

3)      Hört rein!

4)      Jetzt kommt´s!

5)      Seid ihr bereit?!



So dumm wie Romanesco

Die Listicle-Debatte polarisiert – auch in der Schweiz. Zwischen „Rettung des Journalismus“ und „Sargnagel des Journalismus“ findet sich nur wenig. Wichtig wäre die Form vom Inhalt zu trennen, und zu überlegen, was Listicles heute sind – und ob sie mehr sein könnten. Ein Kommentar von Christian Simon

Romanesco Broccoli

Das dümmste Gemüse, hier dramatisch ausgeleuchtet. Foto: Simon Greig

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