Toronto,

Trendblogger Jahrgang 2011/2012
Hei liebe Freunde der Medieninnovationen,

für die nächsten Monate werde ich, Jan, 25, Euch aus Kanada beglücken. Im Herbstsemester werde ich an der University of Toronto, der größten Universität des Landes, studieren. Anfang 2012 geht’s dann wieder zurück an die Hertie School of Governance nach Berlin, wo ich meine Masterarbeit im Fach Public Policy fertig schreiben werde.

In Kanada interessieren mich vor allen Dingen die Möglichkeiten der Medienlandschaft für Mitbestimmung und Demokratie. Wie können sich Menschen an politischen Entscheidungen beteiligen, wie kommuniziert der Staat mit seinen Bürger_innen und macht das Ganze dabei vielleicht auch noch Spaß? Welche Tools, Projekte und clevere Ideen werden genutzt? Natürlich werde ich meine Augen und Ohren auch für andere Trends im Medienbereich offenhalten und Euch hierüber informieren. Auch wenn Ihr spezielle Themen habt, denen ich nachgehen soll oder Anregungen, was Euch besonders interessiert: Do not hesitate to contact me at anytime!



Liest Du noch – oder SPREEDest Du schon?

Stunden in der Bibliothek verbracht? Beim Krimi vor dem Einschlafen einfach nicht weitergekommen?

Ihr glaubt, ihr könnt nicht schnell genug lesen?

Alle Tricks aus der Mottenkiste ohne Erfolg? Ihr habt nutzlose, überteuerte Turbo-Lese-Trainings ausprobiert?

Aus und vorbei? Die Hoffnung verloren?

verzweifelt

Dann könnte Spreeder DIE Lösung für Euch sein!

 

Die Kanadier_innen auf jeden Fall lieben Spreeder (= Speed Reader). Smartphone raus, App von www.spreeder.com installiert, und schon geht’s los: Die Nachrichten im Toronto Star, e-Journals aus der Universitätsbibliothek oder irgendeinen Text, an dem Ihr Euch schon seit langem die Zähne ausbeißt?

 

Bei Spreeder wachst Ihr über Euch hinaus. Einfach die gewünschte Wordfrequenz einstellen – normales Lesen wären so um die 200 wpm (words per minute), bei 350 wpm wird’s schon schwerer, erst recht bei 550wpm und 1000 wpm ist für die Hardcore-Spreeder – und den Text im Spreeder laufen lassen. Dabei wird Dir Wort für Wort der Text wie im Schnelldurchlauf um die Ohren gejagt, und das Ganze sieht dann in etwa so aus:

 

Der Hintegrund: Wir lesen viel langsamer, als wir eigentlich müssten. Anstatt uns innerlich Wort für Wort laut vorzulesen, stellt Spreeder die innere Stimme aus. Das ist der eigentliche Trick. Unsere Augen können Bewegung gut verfolgen, und statt zuzuhören wird jetzt wirklich gelesen.

 

Natürlich kann die erhöhte Geschwindigkeit auch zu Abstrichen in Punkto Genauigkeit führen, aber wer will schon 20 Seiten statt in 20 Minuten lieber in einer Stunde lesen, wenn das Ergebnis (also das Verständnis des Textes) nahezu das Gleiche ist? Spreeder hilft auch, Dich langsam in Deiner Schnelllesefähigkeit zu steigern. Auch noch ein Lerntool also!

 

Zunächst gewöhnungsbedürftig, wird Spreeder irgendwann zur Sucht – zumindest, wenn man nach den ganzen gestressten Businessmenschen in der U-Bahn, den Mitstudierenden auf dem Campus oder meiner durchgedrehten Chorleiterin geht. Vielleicht schafft Spreeder, das auch schon seit ein paar Jahren auf dem Markt ist, nach Deutschland. Schnelleres Lesen könnten wir alle wohl gebrauchen.

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